Kunstwissenschaftlerin


ART[in]CRISIS

Vienna Female (Mo, 01 Mai 2017)
„Do women have to be naked to get into the Met. Museum?“[1], fragten die Guerilla Girls 1989. Dass diese provokante Frage auch knapp 30 Jahre später wenig von ihrer Brisanz eingebüßt hat, zeigt die aktuelle Produktion des Wiener Kunsthistorischen Museums: Die als Stationentheater konzipierte und seit 2011 aufgelegte Ganymed-Reihe wirft daher in heurigen Ausgabe unter dem Titel GANYMED FE MALE einen explizit feministischen Blick auf die Sammlung. Fünfzehn Werke werden so zum Thema performativer Auseinandersetzung, das Museum zum theatralen Raum. In einem knapp dreistündigen … Vienna Female weiterlesen →
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Unboxing Hans Sedlmayr (Mi, 05 Apr 2017)
Dieses Blog habe ich im Sommer 2012 unter dem Titel „Hans Sedlmayrs Modernekritik“ als Dissertationsblog gestartet. Damit ist das Blog einige Monate jünger als die Plattform Hypotheses, die bereits im März ihr fünfjähriges Jubiläum feiern durfte. Vom ursprünglichen Plan, hier direkt Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, habe ich mich aus verschiedenen Gründen verabschiedet. Dennoch war das Blog auch eine Art Visitenkarte für das Promotionsprojekt, in dem ich auch immer wieder Texte rund um Sedlmayr veröffentlicht habe. Das Pro und Contra des Bloggings insbesondere für Dissertant_innen wurde in den vergangen Jahren wiederholt diskutiert, … Unboxing Hans Sedlmayr weiterlesen →
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„Siegerkunst“ (Rezension) (Fr, 11 Nov 2016)
Auf vermintes Gelände wagt sich Wolfgang Ullrich mit seinem Buch „Siegerkunst. Neuer Adel, Teure Lust“. Abgesänge auf den undurchsichtig erscheinenden Markt sowie auf seine suspekt wirkenden Netzwerke und Akteure sind inzwischen so zahlreich, dass sie schon zum guten Ton gehören. Dabei wurzelt diese Form der Kunstmarktkritik in einem Teil der Geschichte, den man am liebsten vergessen machen möchte.[1] Orchestriert von reaktionären Stimmen erreichte sie ihren Höhepunkt während des NS. Der verfemte Kanon wurde ins Ausland verschoben, während auf den Eroberungsfeldzügen politisch Erwünschtes systematisch geplündert wurde. Seit 1998 arbeitet die Provenienzforschung … „Siegerkunst“ (Rezension) weiterlesen →
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Beruf Kunstkritiker/in. (So, 30 Okt 2016)
Podiumsdiskussion am 28. Oktober im Kunstmuseum Stuttgart Das postfaktische Zeitalter berechtigt zur Frage danach, wie Kritik funktioniert und was sie leisten kann. Aktuell zeichnet sich eine besondere Konjunktur dieser Befragung ab. So widmet sich im November eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel „Newsflash Kunstkritik?“ dem Wesen kritischen Schreibens in der Netzkultur. In der universitären Ausbildung setzt dagegen die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion im Kunstmuseum Stuttgart an. Sie diente als Auftakt für das Seminar „Berufsbild Kunstkritiker/in“ am Kunsthistorischen Institut der Universität Stuttgart unter der Leitung von Prof. Dr. Kerstin Thomas und Dr. Sven … Beruf Kunstkritiker/in. weiterlesen →
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Digitization Takes Command. Gespräch mit Thomas Hänsli (Sa, 10 Sep 2016)
Im Zuge der wissenschaftlichen Erfassung von Kunst wurde zugleich ihre Zersplitterung moniert. Verloren ginge, so kritisierten bereits die Romantiker, ein kohärenter Kunstbegriff sowie das holistische Kunsterlebnis. Konzepte wie das Gesamtkunstwerk versuchten, dieses Mangelerlebnis zu revidieren. Hans Sedlmayr spricht noch in den 1980ern von einer musealen Situation. Damit kritisiert er die wissenschaftliche und gattungsspezifische Kategorisierung, die das Werk fragmentiere. Bekanntermaßen evozierte Sedlmayr nicht zuletzt aus diesem Grund die Kathedrale unter dem Paradigma des Gesamtkunstwerks, die er als multisensorisches Erlebnis vorführte. Die Wunderkammer als Datenmodell Die Digitalisierung bietet nun die Option, über … Digitization Takes Command. Gespräch mit Thomas Hänsli weiterlesen →
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Kunst und Öffentlichkeit – „Besser Scheitern“ in Ingelheim (Sa, 02 Jul 2016)
„Neue Mitte“ heißt ein Stadtteil von Ingelheim, der eigentlich keine Geschichte hat, sondern dem eine solche erst wiederfahren soll. Hier liegt das nachträglich geschaffene Zentrum, das die drei Stadtteile, die erst seit 1939 die Stadt Ingelheim bilden, zusammenschließt. Shopping bestimmt hier die architektonische Form und so begibt man sich vom Bahnhof aus kommend direkt in eine Art Mall unter freiem Himmel. Unterwegs fällt der Blick auf eine Installation mit Fotografien von gesprengten Blumenkübeln. Sie gehören zu einer Werkserie der Künstlerin Anette Wehrmann, die sich … Kunst und Öffentlichkeit – „Besser Scheitern“ in Ingelheim weiterlesen →
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